SADDAMS MONSTER-SOHN – ER ENTFÜHRTE FRAUEN, TERRORISIERTE EIN GANZES LAND, FOLTERTE SPORTLER … UND GLAUBTE, UNANTASTBAR ZU SEIN, BIS IHN DIE KUGELN EINHOLTEN!

 

Jahrzehntelang flüsterten die Menschen im Irak seinen Namen nur hinter verschlossenen Türen.

Nicht Saddam Hussein.

Sondern seinen ältesten Sohn.

Udai Hussein.

Für die Welt war er der luxuriös lebende Erbe eines Diktators.

Für zahllose Iraker war er etwas ganz anderes:

Ein Mann, dessen Macht keine Grenzen kannte.

Ein Mann, dessen Wut jederzeit tödlich werden konnte.

Und ein Mann, der glaubte, über jedem Gesetz zu stehen.

GEBOREN IN EINE WELT DER ANGST

Als Udai Hussein 1964 in Bagdad geboren wurde, war sein Schicksal bereits vorgezeichnet.

Er wuchs umgeben von bewaffneten Leibwächtern, Geheimdienstoffizieren und politischer Macht auf.

Als Saddam Hussein 1979 Präsident wurde, lernte sein Sohn die wichtigste Regel des Regimes:

Loyalität bedeutete Leben.

Ungehorsam konnte Gefängnis oder Tod bedeuten.

Für Udai gab es jedoch eine andere Lektion:

Er selbst musste niemandem gehorchen.

DER PRINZ OHNE GRENZEN

Während gewöhnliche Iraker unter strengen Regeln lebten, kannte Udai keine Einschränkungen.

Luxusautos.

Paläste.

Alkohol.

Geld im Überfluss.

Jeder Wunsch wurde erfüllt.

Jede Laune akzeptiert.

Niemand wagte es, ihm zu widersprechen.

Mit den Jahren verwandelte sich dieses Gefühl der Unantastbarkeit in etwas Gefährlicheres.

In rohe Gewalt.

DER MANN, DER SPORTLER IN ANGST VERSETZTE

1984 erhielt der erst 20-jährige Udai die Kontrolle über das irakische Olympische Komitee und den nationalen Fußballverband.

Was eigentlich eine prestigeträchtige Aufgabe sein sollte, entwickelte sich laut zahlreichen Berichten zu einem System der Einschüchterung.

Spieler fürchteten Niederlagen mehr als ihre Gegner.

Trainer zitterten vor Telefonanrufen.

Athleten wussten, dass schlechte Leistungen schwerwiegende Konsequenzen haben konnten.

In den Umkleidekabinen herrschte oft mehr Angst vor Udai als vor dem gegnerischen Team.

DIE PALÄSTE DES SCHRECKENS

Doch der Terror beschränkte sich nicht auf den Sport.

In Bagdad kursierten zahllose Geschichten über Entführungen und Machtmissbrauch.

Frauen verschwanden plötzlich von Feiern.

Aus Restaurants.

Von öffentlichen Veranstaltungen.

Familien schwiegen aus Angst.

Denn jeder wusste:

Wer Fragen stellte, riskierte sein Leben.

NICHT EINMAL DIE EIGENE FAMILIE WAR SICHER

Selbst Angehörige der Herrscherfamilie waren vor seinem Zorn nicht geschützt.

Berichte schildern Vorfälle, bei denen Udai enge Verwandte bedrohte oder verletzte.

Jede Grenze schien bedeutungslos geworden zu sein.

Und dennoch griff kaum jemand ein.

DER MORD, DER BAGDAD SCHOCKIERTE

1988 überschritt Udai eine weitere Grenze.

Während eines offiziellen Empfangs verlor er die Kontrolle.

Vor den Augen hochrangiger Gäste erschoss er Saddam Husseins persönlichen Vorkoster und Vertrauten Kamel Hana Gegeo.

Die politische Elite war schockiert.

Viele erwarteten eine harte Strafe.

Doch stattdessen folgte lediglich ein zeitweiliger Aufenthalt im Ausland.

Schon bald kehrte Udai zurück.

Für viele Iraker war dies der endgültige Beweis:

Der Sohn des Diktators stand über dem Gesetz.

DER TAG, AN DEM DIE KUGELN KAMEN

Jahrelang schien niemand ihn stoppen zu können.

Dann änderte sich alles.

Im Dezember 1996 geriet Udai in einen Hinterhalt.

Bewaffnete Angreifer eröffneten das Feuer auf seinen Wagen.

Dutzende Schüsse trafen das Fahrzeug.

Mehrere Kugeln trafen ihn selbst.

Er überlebte.

Aber er war nie wieder derselbe.

DER STURZ DES THRONFOLGERS

Die Verletzungen waren schwer.

Projektile steckten in seiner Wirbelsäule.

Der einst gefürchtete Machtmensch verließ das Krankenhaus im Rollstuhl.

Später konnte er nur noch mit einem Stock gehen.

Für Saddam Hussein war dies ein Problem.

Ein körperlich angeschlagener und psychisch instabiler Erbe gefährdete die Zukunft der Dynastie.

Langsam verlagerte sich die Macht auf Udays jüngeren Bruder:

Qusai Hussein.

DIE PARANOIA BEGINNT

Der Machtverlust traf Udai schwer.

Doch seine Grausamkeit verschwand nicht.

Sie verwandelte sich in Misstrauen.

Paranoia.

Und noch größere Brutalität.

Er zog sich hinter die Mauern seiner Paläste zurück.

Fürchtete neue Anschläge.

Vertraute kaum noch jemandem.

Aber die Angst, die er verbreitet hatte, blieb bestehen.

DER KRIEG, DER ALLES ZERSTÖRTE

Dann kam das Jahr 2003.

Amerikanische Panzer rollten nach Bagdad.

Das Regime brach zusammen.

Statuen stürzten.

Ministerien wurden verlassen.

Die Sicherheitsstrukturen, die Udai jahrzehntelang geschützt hatten, verschwanden innerhalb weniger Tage.

Plötzlich begannen Zeugen zu reden.

Ehemalige Insider sprachen öffentlich.

Geschichten, die zuvor nur geflüstert worden waren, erschienen nun weltweit in Zeitungen.

DIE JAGD AUF DIE DIKTATORENSÖHNE

Udai und sein Bruder Qusai wurden zu den meistgesuchten Männern des Irak.

Ihre Gesichter erschienen auf den berühmten Fahndungskarten der US-Armee.

Die Jagd hatte begonnen.

Monatelang versteckten sie sich.

Doch ihr Kreis loyaler Unterstützer wurde immer kleiner.

Bis schließlich ein Verrat alles beendete.

DAS LETZTE FEUERGEFECHT

Am 22. Juli 2003 umstellten amerikanische Truppen eine Villa in Mossul.

Über Lautsprecher forderten sie die Bewohner zur Aufgabe auf.

Die Antwort kam sofort:

Schüsse.

Stundenlang tobte ein heftiges Feuergefecht.

Maschinengewehre hämmerten.

Raketen schlugen in die Mauern ein.

Die Villa verwandelte sich in ein Trümmerfeld.

Als die Kämpfe endeten, fanden Soldaten die Leichen von Udai und Qusai Hussein.

Die Herrscherdynastie des Irak war endgültig zerbrochen.

DIE ANGST ÜBERLEBTE SEINEN TOD

Doch mit seinem Tod verschwand die Angst nicht sofort.

Zu tief waren die Wunden.

Zu groß die Traumata.

Zu viele Menschen hatten jahrelang geschwiegen.

Die Kugeln beendeten das Leben von Udai Hussein.

Aber sie konnten die Erinnerungen seiner Opfer nicht auslöschen.

Und so bleibt sein Name bis heute für viele Iraker ein Symbol für eine Zeit, in der Macht grenzenlos war, Angst allgegenwärtig und Gerechtigkeit scheinbar unmöglich.

Bis zu jenem Tag im Juli 2003, als selbst der gefürchtetste Sohn des Diktators seiner Vergangenheit nicht mehr entkommen konnte.