
April 1941.
Zagreb.
Während Nazi-Deutschland und seine Verbündeten Jugoslawien zerschlagen, entsteht auf dem Balkan ein neuer faschistischer Staat.
Die fanatische Ustaša schwört Adolf Hitler die Treue und verspricht ein „ethnisch gereinigtes“ Kroatien.
Kurz darauf beginnt entlang des Flusses Save der Aufbau eines Lagerkomplexes, der später als:
„Auschwitz des Balkans“
bekannt werden sollte.
Dort werden Menschen:
- mit Messern abgeschlachtet
- zu Tode geprügelt
- lebendig verbrannt
- zerstückelt
Selbst deutsche Nationalsozialisten, die bereits an industriellen Massenmord gewöhnt sind, zeigen sich schockiert über die Brutalität der Ustaša-Wachen.
Im Zentrum dieses Systems steht ein Mann, den Überlebende später als sadistischen Wahnsinnigen beschreiben:
Vjekoslav Luburić.
DER JUNGE, DER IM HASS AUFWUCHS
Luburić wurde 1914 im Dorf Humac in der Herzegowina geboren, damals Teil von Österreich-Ungarn.
Seine Kindheit war geprägt von:
- ethnischen Spannungen
- politischem Chaos
- Gewalt zwischen Nationalitäten
Als Luburić vier Jahre alt war, starb sein Vater nach einem Schusswechsel mit einem serbischen Polizisten.
Kurz darauf nahm sich seine Schwester das Leben.
Laut Berichten entwickelte Luburić bereits früh einen extremen Hass auf Serben — ein Hass, der später zu einem zentralen Teil seiner Ideologie werden sollte.
DER RADIKALE, DER ZUR USTAŠA GING
In den 1930er Jahren schloss sich Luburić der Ustaša-Bewegung an, einer ultranationalistischen kroatischen Terrororganisation.
Die Gruppe wollte mit Gewalt einen unabhängigen kroatischen Staat schaffen.
Bombenanschläge.
Politische Morde.
Extremismus.
All das gehörte zum Programm.
Luburić ging ins Exil nach Ungarn und verbrachte dort fast ein Jahrzehnt unter radikalen Nationalisten.
DER ZERFALL JUGOSLAWIENS
Am 6. April 1941 griffen deutsche, italienische, ungarische und bulgarische Truppen Jugoslawien an.
Nur wenige Tage später kapitulierte die jugoslawische Armee.
Das Land wurde zerstückelt.
Und der sogenannte:
Independent State of Croatia
entstand als faschistischer Satellitenstaat der Achsenmächte.
Die neue Führung machte sofort klar, was mit den Serben geschehen sollte.
Ein Drittel sollte:
- getötet
- vertrieben
- zwangsweise katholisch gemacht werden
Es war ein offenes Programm ethnischer Säuberung.
DAS MASSAKER VON BLAGAJ
Bereits im Mai 1941 erhielt Luburić den Befehl, etwa 400 serbische Männer im Dorf Veljun festzunehmen.
Die Männer wurden beschuldigt, am Mord an einer kroatischen Familie beteiligt gewesen zu sein.
Beweise gab es nicht.
Die tatsächlichen Täter wurden nie identifiziert.
Trotzdem brachte man die Gefangenen in eine Schule im Ort Blagaj.
Dort begann ein Blutbad.
Die Männer wurden mit:
- Messern
- Hämmern
- stumpfen Gegenständen
ermordet.
Am nächsten Morgen wurde Luburić gesehen, wie er blutverschmiert seine Hände an einem Brunnen wusch.
DER MANN, DER ZUM HERRSCHER DES LAGERSYSTEMS WURDE
Bis Ende Juli 1941 waren in der Region Lika bereits mindestens 1800 Serben ermordet worden.
Dann erhielt Luburić eine noch mächtigere Position:
Er wurde Leiter des Konzentrationslagersystems des Unabhängigen Staates Kroatien.
Praktisch das kroatische Gegenstück zu Heinrich Himmler.
DAS „AUSCHWITZ DES BALKANS“
Im Mai 1941 begann der Aufbau von:
Jasenovac concentration camp.
Ein riesiger Lagerkomplex mit mehreren Nebenlagern.
Dort wurden:
- Serben
- Juden
- Roma
- politische Gegner
inhaftiert und ermordet.
Doch Jasenovac unterschied sich von vielen deutschen Lagern.
Die Tötungen erfolgten oft nicht industriell…
…sondern direkt von Hand.
DAS LAGER, IN DEM TÖTEN ZUM WETTBEWERB WURDE
Luburić besuchte Jasenovac regelmäßig.
Berichten zufolge bestand er darauf, während seiner Inspektionen persönlich Gefangene zu töten.
Er spielte psychologische Spiele mit den Häftlingen:
- hielt ihnen Revolver an den Kopf
- drückte manchmal ab
- manchmal nicht
Wachen konkurrierten angeblich darum, wer die meisten Gefangenen ermorden konnte.
Messer wurden zum Symbol des Lagers.
Viele Opfer starben durch:
- Kehlschnitte
- Schläge
- Verbrennungen
- Verstümmelungen
Die Gewalt wurde fast ritualisiert.
SELBST DIE NAZIS WAREN SCHOCKIERT
Laut Berichten bezeichneten deutsche Funktionäre Luburić hinter vorgehaltener Hand als:
- instabil
- krankhaft
- sadistisch
Das allein zeigt bereits das Ausmaß der Brutalität.
Denn diese Einschätzungen kamen von Männern, die selbst Teil eines Völkermordsystems waren.
DAS „HAUS DES TERRORS“
1945 wurde Luburić nach Sarajevo geschickt, um kommunistischen Widerstand zu zerschlagen.
Er richtete sein Hauptquartier in einer Villa ein, die Bewohner bald nur noch nannten:
„Haus des Terrors“
Dort ließ er Gefangene brutal foltern.
Menschen wurden:
- kopfüber aufgehängt
- geschlagen
- psychisch terrorisiert
Angehörigen schilderte man detailliert, wie ihre Familienmitglieder angeblich ermordet würden.
DIE LEICHEN AN DEN STRASSENLAMPEN
Ende März 1945 ließ Luburić 55 Menschen im Zentrum von Sarajevo öffentlich aufhängen.
Die Körper hingen an:
- Bäumen
- Straßenlaternen
Mit Schildern um den Hals:
„Es lebe der Führer“
Wer versuchte, die Leichen abzunehmen, wurde beschossen.
DIE FLUCHT NACH SPANIEN
Als das faschistische Regime zusammenbrach, floh Luburić aus Jugoslawien.
Er ließ sich schließlich im Spanien Francos nieder — in der Stadt Carcaixent nahe Valencia.
Dort lebte er jahrzehntelang unbehelligt.
Er heiratete.
Bekam Kinder.
Und blieb in extremistischen Exilkreisen aktiv.
DER MANN, DER MIT DEM HAMMER GETÖTET WURDE
Am 21. April 1969 machte sein Sohn eine grausige Entdeckung.
Luburić lag blutüberströmt tot in seinem Schlafzimmer.
Spätere Geheimdienstunterlagen enthüllten die mutmaßliche Wahrheit:
Sein eigener Vertrauter und Pate Ilija Stanić arbeitete offenbar für den jugoslawischen Geheimdienst.
Demnach vergiftete Stanić zunächst Luburićs Kaffee.
Als das Gift nicht wirkte, griff er zu einem Hammer.
Während Luburić sich über ein Waschbecken beugte und erbrach…
…schlug Stanić mehrfach auf seinen Kopf ein.
Dann schleifte er den Körper unter ein Bett.
DER TOD DURCH DAS EIGENE BLUT
Die Obduktion ergab später etwas besonders Grausames:
Luburić starb nicht sofort an den Schlägen.
Er erstickte an seinem eigenen Blut.
Der Mann, unter dessen Verantwortung Zehntausende Menschen ermordet wurden…
…starb langsam auf dem Boden seines eigenen Hauses.
DAS VERMÄCHTNIS DES SCHLÄCHTERS
Bis heute gilt Jasenovac als einer der grausamsten Orte des Zweiten Weltkriegs.
Und der Name Vjekoslav Luburić bleibt verbunden mit:
- ethnischem Hass
- sadistischem Terror
- Massentötungen
- der totalen Entmenschlichung des Balkans
Seine Geschichte zeigt, wie Ideologie Menschen nicht nur zu Mördern machen kann…
…sondern dazu, Grausamkeit selbst als patriotische Pflicht zu feiern.