DER „BRENNENDE SS-KOMMANDANT“ — DER NAZI-SCHLÄCHTER, DER DER HINRICHTUNG ENTKAM… BIS RÄCHER IHN 30 JAHRE SPÄTER IN SEINEM EIGENEN HAUS VERBRANNTEN

  1. Juli 1976.
    Ein kleines Dorf im Osten Frankreichs.

Die Nacht explodiert in Schüssen.

Glas zerbirst.

Molotowcocktails fliegen durch Fenster, während Flammen ein abgelegenes Holzhaus mitten im Wald verschlingen.

Im Inneren greift ein 61-jähriger Mann nach einem Gewehr und feuert blind in die Dunkelheit.

Rauch füllt seine Lungen.

Die Hitze wird unerträglich.

Doch es gibt keinen Ausweg mehr.

Wenige Minuten später stürzt das Dach ein.

Als die Feuerwehr die Ruine erreicht, finden die Einsatzkräfte etwas, das kaum noch menschlich aussieht.

Eine verkohlte Leiche, zusammengeschrumpft auf weniger als einen Meter.

Der Schädel gespalten.

Waffen mit den verbrannten Händen verschmolzen.

Der Tote heißt Joachim Peiper.

Ehemaliger SS-Kommandeur.

Hitlers dekorierter „Muster-Offizier“.

Der Mann, dessen Name mit Massakern, niedergebrannten Dörfern und der Ermordung amerikanischer Kriegsgefangener verbunden wurde.

Und nach Jahrzehnten in Freiheit…

…war endlich jemand gekommen, um die Rechnung zu begleichen.

DER MANN, DEN DIE SS VEREHRTE

Bevor Joachim Peiper zu einem der meistgehassten Kriegsverbrecher Europas wurde, galt er als das perfekte Gesicht der Nazi-Propaganda.

Jung.

Attraktiv.

Diszipliniert.

Fanatisch loyal gegenüber Hitler.

Mit nur 25 Jahren wurde er persönlicher Adjutant von Heinrich Himmler — dem Architekten des Holocausts.

Er saß bei hochrangigen SS-Besprechungen.

Hielt geheime Akten in den Händen.

Erlebte die Planung der Vernichtung aus nächster Nähe.

Und schwieg.

DAS „LÖTLAMPEN-BATAILLON“

An der Ostfront bekam Peiper einen Ruf, der selbst unter SS-Offizieren Angst auslöste.

Seine Einheit hinterließ brennende Dörfer und verkohlte Leichen.

Zeugen berichteten später, dass Zivilisten in Gebäude gesperrt wurden, während SS-Männer Benzin ausschütteten und Feuer legten.

In einem ukrainischen Dorf sollen etwa 240 Menschen lebendig in einer Kirche verbrannt sein.

Frauen.

Kinder.

Säuglinge.

Die Schreie sollen kilometerweit zu hören gewesen sein.

Bald erhielt seine Einheit einen Spitznamen:

„Das Lötlampen-Bataillon.“

DAS MASSAKER VON MALMEDY

  1. Dezember 1944.

Belgien.

Ardennenoffensive.

Peipers SS-Kolonne nimmt über 100 amerikanische Soldaten gefangen.

Die Amerikaner ergeben sich.

Die Waffen liegen im Schnee.

Die Hände sind erhoben.

Dann eröffnen Maschinengewehre das Feuer.

Überlebende berichten später, wie verwundete Amerikaner mit Kopfschüssen hingerichtet wurden, während SS-Männer ruhig zwischen den Leichen umhergingen.

Am Ende liegen:

84 amerikanische Kriegsgefangene tot im Schnee.

Das Massaker schockiert die Welt.

Und Joachim Peipers Name wird endgültig zum Symbol nationalsozialistischer Grausamkeit.

DER KRIEGSVERBRECHER, DER WIEDER FREI WAR

Nach dem Krieg wird Peiper zunächst zum Tode verurteilt.