Am 24. Oktober 2015 verschwindet die 18-jährige Abby Steppach spurlos, nachdem sie einen schrecklichen Übergriff überlebt hat. Nur Stunden zuvor hatte sie ihren Freundinnen anvertraut, dass vier Männer sie während einer Party vergewaltigt und gefilmt hatten. Trotz ihrer Entschlossenheit, zur Polizei zu gehen, wird Abby nie dort ankommen. Ihr letzter Kontakt mit der Familie ist ein wirres Telefonat mit ihrem Bruder Trevor, in dem sie behauptet, in ihrem Auto zu sein, aber nicht weiß, wo.
Die verzweifelte Suche ihrer Familie nach Abby wird von der Polizei zunächst ignoriert. Sie wird als Ausreißerin abgestempelt und eine vermissten Anzeige wird erst nach 12 Stunden aufgenommen. In der Folgezeit bleibt die Polizei passiv, während Abby’s Familie alles unternimmt, um ihre Tochter zu finden. Am 28. Oktober wird Abbys Auto auf einem Parkplatz gefunden, aber es dauert bis Mai 2018, bis ihr Leichnam in einem Abwassertunnel entdeckt wird – nur noch ein Skelett, das die Fragen über ihren Tod und die Umstände ihres Verschwindens nur noch verstärkt.
Die Ermittlungen sind von gravierenden Mängeln geprägt. Wichtige Beweise, wie die Handydaten der mutmaßlichen Täter, wurden nie gesichert. Die vier Männer, die Abby vergewaltigt haben sollen, sind der Polizei bekannt, jedoch bleibt jegliche rechtliche Konsequenz aus. Die Familie von Abby, unterstützt von Privatdetektiven und Organisationen, die sich um vermisste Personen kümmern, kämpft verzweifelt um Gerechtigkeit. Die Untätigkeit der Polizei und das Versagen bei der Ermittlung werfen einen Schatten auf den Fall, der bis heute nicht abgeschlossen ist.
Die Fragen bleiben: Was geschah in der Nacht, als Abby verschwand? Hätte die Polizei schneller handeln müssen? Und vor allem: Wer wird für die grausamen Taten zur Rechenschaft gezogen? Der Fall Abby Steppach ist nicht nur eine Tragödie, sondern auch ein erschreckendes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, vermisste Personen ernst zu nehmen und schnell zu handeln.