Adoptiveltern sabotierten mein Auto vor der Testamentsverlesung – Was ich dann tat… #TM

Familien-Drama in München: Adoptivtochter überlebt Mordanschlag am Tag der Testamentseröffnung – Mutter und Bruder unter dringendem Tatverdacht

München. Ein Fall von beispielloser Gier und familiärem Verrat erschüttert die bayerische Landeshauptstadt. Die 32-jährige Lena Bauer, Adoptivtochter des im Januar verstorbenen Münchner Werkstattbesitzers Heinrich Steiner, überlebte nur durch das beherzte Eingreifen eines obdachlosen Mannes einen perfiden Mordanschlag.

Der Vorfall ereignete sich am Morgen jenes Tages, an dem das Testament des Verstorbenen eröffnet werden sollte. Nun sitzen Lenas Adoptivmutter Margot Steiner und ihr Bruder Florian in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen versuchten Mord und schweren Betrug vor.

Der Fall begann mit einem Schicksalsschlag, der Lena Bauer bereits in ihrer frühen Kindheit traf. Mit sechs Jahren verlor sie ihre leiblichen Eltern bei einem verheerenden Hausbrand. Sie wurde von dem kinderlosen Ehepaar Heinrich und Margot Steiner adoptiert und wuchs in deren Münchner Vorstadthaus auf.

Während Heinrich, ein bodenständiger und hart arbeitender Mechaniker, seine Adoptivtochter in sein Herz schloss und sie in die Geheimnisse seines Handwerks einweihte, blieb Margot Steiner zeitlebens distanziert. Die Beziehung war von Kälte und Ablehnung geprägt. Heinrich Steiner, der seine Werkstatt mit eigenen Händen von einer einzigen Hebebühne zu einem florierenden Betrieb aufgebaut hatte, litt in seinen letzten Jahren an gesundheitlichen Problemen.

Er starb im Alter von 84 Jahren an den Folgen einer langen Krankheit.

Doch der Tod des Patriarchen war nur der Auftakt zu einem Albtraum. Wie Lena Bauer in einer emotionalen Videoaufnahme schildert, die inzwischen viral gegangen ist, begann der Tag der Testamentseröffnung mit einem unerwarteten Klopfen an ihrem Autofenster. Ein obdachloser Mann, den sie später als Hans Dollinger identifizierte, stand vor ihrem Wagen.

Mit eindringlicher Stimme flehte er sie an: „Steig nicht in dieses Auto. “ Bauer, zunächst verwirrt, folgte dem Rat des Fremden. Sie beugte sich hinunter und entdeckte unter der Vorderachse eine Pfütze aus Bremsflüssigkeit.

Die Bremsleitung war professionell durchtrennt worden. Ein technischer Defekt war ausgeschlossen. Es handelte sich um einen gezielten Sabotageakt, der bei voller Fahrt auf der Autobahn mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem tödlichen Unfall geführt hätte.

„Das war der Moment, in dem mir klar wurde, dass jemand meinen Tod wollte“, erklärte Bauer in dem Video. „Aber das ist nicht der Teil, der mich noch heute nachts wach hält. “ Was sie wirklich erschütterte, war die Enthüllung, die zwei Tage später im Notariat folgte.

Heinrich Steiner hatte ein handschriftliches Testament hinterlassen, das seine Adoptivtochter als Alleinerbin einsetzte. Das Vermögen umfasste das Wohnhaus, die Werkstatt sowie mehrere Immobilien und Wertpapiere im Gesamtwert von mehr als einer Million Euro. Für seine leibliche Ehefrau Margot und den gemeinsamen Sohn Florian hatte er lediglich ein lebenslanges Wohnrecht im Haus und eine monatliche Rente von 500 Euro vorgesehen.

Die Begründung war eindeutig: Er hatte von jahrelangen Unterschlagungen und verdeckten Konten erfahren.

Die Ermittlungen der Münchner Kriminalpolizei förderten ein düsteres Geflecht aus Gier und Täuschung zutage. Gemeinsam mit einem Komplizen, dem Buchhalter Karl, hatte Margot Steiner ein Schattenkonto eingerichtet. Über Jahre hinweg wurden heimlich Gelder aus der Werkstattkasse abgezweigt.

Ein gefälschtes Darlehen über 340. 000 Euro, das angeblich von Heinrich Steiner genehmigt worden war, sollte die Spur verwischen. Als der alte Mann misstrauisch wurde und einen Notar mit der Überprüfung der Finanzen beauftragte, sahen sich Margot und Florian in ihrer Existenz bedroht.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mordplan bereits Wochen vor dem Tod des Familienoberhaupts geschmiedet wurde. Die manipulierte Bremsleitung war der finale Versuch, die lästige Erbin aus dem Weg zu räumen, bevor das Testament offiziell verlesen werden konnte.

Der entscheidende Zeuge wurde Hans Dollinger. Der 67-jährige ehemalige Mechaniker, der nach einer Insolvenz und dem Tod seiner Frau auf der Straße lebte, war einst Heinrich Steiners bester Mitarbeiter. 22 Jahre lang hatte er in der Werkstatt gearbeitet, bis er nach der Schließung des Betriebs und der Krebserkrankung seiner Frau in die Obdachlosigkeit abrutschte.

Heinrich Steiner hatte ihn nie vergessen. In den Monaten vor seinem Tod bat er Dollinger, ein Auge auf seine Adoptivtochter zu haben. „Er wusste, dass etwas nicht stimmte“, sagte Dollinger später der Polizei.

„Er vertraute mir mehr als seiner eigenen Familie. “ Dollinger schlief in seinem Auto, das er in der Nähe von Lenas Wohnung parkte. In der Nacht vor der Testamentseröffnung beobachtete er, wie eine Gestalt unter Lenas Wagen kroch.

Er notierte das Kennzeichen eines schwarzen Geländewagens, der auf Florian Steiner zugelassen war.

Die Beweiskette war lückenlos. Die Spuren an der Bremsleitung passten zu einem Werkzeugsatz aus Florians Garage. Die Überwachungskamera einer nahegelegenen Tankstelle zeigte seinen Wagen zur Tatzeit.

Der Buchhalter Karl, der bei der ersten Vernehmung zusammenbrach, legte ein umfassendes Geständnis ab. Er beschrieb detailliert die Planung des Anschlags und die jahrelange Unterschlagung. Im Gegenzug für seine Aussage und die vollständige Rückzahlung der 340.

000 Euro erhielt er eine Bewährungsstrafe von 18 Monaten und verlor seinen Erbanspruch.

Margot Steiner, die bei der Testamentseröffnung noch kühl und arrogant aufgetreten war, brach unter der Last der Beweise zusammen. „Du bist nicht Familie, das warst du noch nie“, hatte sie ihrer Adoptivtochter nach der Beerdigung von Heinrich Steiner zugeraunt. Diese Worte sollten sich als bittere Ironie erweisen.

Die 72-jährige Witwe wurde wegen Beihilfe zum versuchten Mord und schwerer Veruntreuung angeklagt. Der Richter lehnte eine Freilassung gegen Kaution ab. Sie sitzt nun in der Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim ein.

Ihr Sohn Florian, der die Tat ausgeführt haben soll, wurde wegen versuchten Mordes angeklagt. Die geforderte Kaution von 500. 000 Euro konnte weder er noch seine Mutter aufbringen.

Das Erbe von Heinrich Steiner wurde inzwischen vollständig abgewickelt. Die Ferienimmobilie in Garmisch-Partenkirchen wurde verkauft, der Erlös floss zurück in den Nachlass. Das gefälschte Grundpfandrecht auf das Haus wurde aufgehoben.

Lena Bauer, die nun das Haus und die Werkstatt besitzt, hat das Erbe angetreten. Doch sie hat es nicht für sich behalten. Sie wandelte die Werkstatt in ein kleines Cybersecurity-Beratungsbüro um, das sie „Bauer Cybersecurity“ nannte.

Den Anteil ihres Bruders, der ihm durch den Deal mit der Staatsanwaltschaft entzogen wurde, spendete sie an zwei soziale Einrichtungen, die Heinrich Steiner zeitlebens unterstützt hatte: ein Berufsausbildungszentrum und ein Nachmittagsprogramm für benachteiligte Kinder in der Stadtbibliothek.

Hans Dollinger bot sie eine Stelle als Hausverwalter an. Er wohnt nun in der Wohnung über der Garage. „Es fühlt sich an, als wäre Heinrich noch hier“, sagte er, als er einzog.

Er hängte Heinrichs altes Cordjackett an den Haken neben der Tür. Es hängt dort noch immer, selbst an warmen Tagen. „Es hilft mir beim Denken“, sagt Dollinger.

Die Taschenuhr, die Heinrich Steiner seiner Enkelin eine Woche vor seinem Tod gab, liegt nun neben Lenas Laptop auf dem Küchentisch. Jeden Morgen zieht sie sie auf, genau 40 Umdrehungen, nicht mehr. „Er sagte, wenn du zu fest ziehst, bricht die Feder“, erinnert sie sich.

„Das war seine Art zu sagen, dass man die Dinge nicht erzwingen soll. “ Die Uhr tickt leise neben dem Summen des Computers und dem fernen Klang von Hans‘ Hammer, der den Hinterzaun repariert.

An einem Samstagmorgen fuhr Lena Bauer zum Friedhof am westlichen Stadtrand. Sie brachte keine Blumen mit. Sie brachte einen Schraubenschlüssel, das erste Werkzeug, das Heinrich Steiner je für seine Werkstatt gekauft hatte.

Ein Viertelzoll-Gedore, den sie in seiner Werkstattschublade gefunden hatte. Sie legte ihn auf den schlichten Granitgrabstein. „Wir haben sie erwischt, Großvater.

Jeden einzelnen. “ Der Stein war warm von der Morgensonne. Sie legte kurz ihre Handfläche darauf, dann ging sie zurück zum Auto.

Die Taschenuhr tickte in ihrer Jackentasche. „Sein Herzschlag, der noch immer geht. Meiner auch“, sagte sie in ihrem Video.

Der Fall wirft ein grelles Licht auf die Abgründe, die sich hinter der Fassade einer scheinbar normalen Familie auftun können. „Familie ist kein Wort auf Adoptionspapieren oder ein Name in einem Testament“, schloss Lena Bauer ihre bewegende Erzählung. „Es ist der Mechaniker, der auf einem Parkplatz schläft, weil ein toter Mann ihn gebeten hat, auf dich aufzupassen.

Es ist die Notarin, die einen Brief 30 Jahre lang aufbewahrt. Es ist der Großvater, der glaubte, dass du kämpfen würdest, auch wenn er es selbst nicht mehr konnte. Die Menschen, die dich lieben, bauen dich auf.

Die, die es nicht tun, reißen dich nieder und nennen es Familie. “ Ihre Geschichte ist ein mahnendes Beispiel dafür, dass wahre Loyalität nicht durch Blutsbande, sondern durch Taten und Vertrauen entsteht. Die Ermittlungen sind abgeschlossen.

Der Prozess gegen Margot und Florian Steiner wird voraussichtlich im Herbst beginnen.