DER SS-SCHLÄCHTER VON AUSCHWITZ — WIE EIN EHEMALIGER KOCH ZUM SADISTISCHEN ARCHITEKTEN DES MASSENMORDS WURDE UND AM GALGEN ENDETE

 

April 1945.
Bergen-Belsen.

Als britische Soldaten die Tore des Konzentrationslagers öffneten, glaubten viele zunächst an einen militärischen Stützpunkt.

Doch was sie fanden, war schlimmer als jedes Schlachtfeld des Zweiten Weltkriegs.

Der Gestank von Verwesung hing wie eine giftige Wolke über dem Lager.

Tausende Leichen lagen zwischen den Baracken.

Unbeerdigt.

Aufgetürmt wie Brennholz.

Zwischen den Toten bewegten sich Gestalten, die kaum noch menschlich wirkten.

Ausgemergelte Skelette mit leerem Blick.

Britische Soldaten übergaben sich am Straßenrand oder pressten Tücher vor ihre Gesichter, um den Geruch auszuhalten.

Und mitten in dieser Hölle stand einer der Männer, die dafür verantwortlich waren:

Franz Hössler.

DER SS-MANN, DER NICHT NUR BEFEHLE AUSFÜHRTE — SONDERN DAS TÖTEN GENOSS

Für die Überlebenden war Hössler kein gewöhnlicher Wachmann.

Er galt als sadistischer Vollstrecker.

Ein Mann, der Menschen persönlich in die Gaskammern schickte.

Der Hinrichtungen überwachte.

Der Häftlinge eigenhändig erschoss, wenn ihm das Arbeitstempo nicht schnell genug war.

Zeugen beschrieben ihn später als „Administrator des Todes“.

Kalt.

Ruhig.

Emotionslos.

DER KOCH, DER ZUM MÖRDER AUFSTIEG

Das Erschreckende:

Franz Hössler begann seine Karriere nicht als Kommandant.

Nicht als General.

Nicht als berühmter Nazi.

Er startete als einfacher Koch in Dachau.

Ein Mann aus armen Verhältnissen ohne große Bildung oder Perspektiven.

Doch die SS bot ihm etwas, das ihm das normale Leben nie geben konnte:

Macht.

Absolute Macht über Leben und Tod.

AUS DEM HILFSKOCH WIRD EIN TEIL DER TODESMASCHINE

1932 tritt Hössler der NSDAP und kurz darauf der SS bei.

In Dachau erkennen seine Vorgesetzten schnell seine „Talente“:

Gehorsam.

Härte.

Brutalität ohne Zögern.

Wo andere SS-Männer noch zögerten, zeigte Hössler absolute Grausamkeit gegen Gefangene.

Er steigt schnell auf.

Und bald führt ihn sein Weg direkt nach Auschwitz.

DER MANN, DER MENSCHEN IN DIE GASKAMMERN SCHICKTE

In Auschwitz-Birkenau wird Hössler zu einem der gefürchtetsten SS-Offiziere des gesamten Lagerkomplexes.

Er steht an den Zügen.

Er selektiert persönlich.

Ein Fingerzeig nach links bedeutet Zwangsarbeit.

Ein Fingerzeig nach rechts bedeutet den sofortigen Tod in der Gaskammer.

Frauen.

Kinder.

Kranke.

Alte Menschen.

Ihr Schicksal entscheidet sich innerhalb von Sekunden.

DAS „SONDERKOMMANDO HÖSSLER“

1942 übernimmt Hössler eine Aufgabe, die selbst innerhalb der SS als grauenvoll galt.

Unter seinem Kommando müssen Häftlinge zehntausende verwesende Leichen aus Massengräbern ausgraben.

Die Spuren der frühen Vergasungen sollen vernichtet werden.

Tag und Nacht brennen riesige Scheiterhaufen aus menschlichen Körpern.

Der süßliche Geruch verbrannten Fleisches liegt kilometerweit in der Luft.

Wer beim Schaufeln der Asche zusammenbricht oder zu langsam arbeitet, wird sofort erschlagen.

DIE FRAU VOR DER GASKAMMER

Eine Zeugenaussage erschüttert später selbst erfahrene Ermittler.

SS-Arzt Johann Kremer beschreibt eine Szene an der Gaskammer.

Eine Frau weigert sich einzutreten.

Sie versteht, was sie erwartet.

Franz Hössler zieht ruhig seine Pistole.

Ohne Wutanfall.

Ohne Diskussion.

Er schießt ihr direkt in den Kopf.

Dann geht er einfach weiter.

DER SADIST, DER FALSCHE HOFFNUNG VERSPRICHT

Überlebende berichten später von grausamen Spielen.

Hössler verspricht Häftlingen zusätzliche Essensrationen.

Sicherheit.

Bessere Behandlung.

Wenige Minuten später schickt er dieselben Menschen in die Gaskammer.

Zeugen sagen, er habe den Moment genossen, in dem Hoffnung in Panik umschlug.

DER TODESMARSCH DURCH DEN SCHNEE

Anfang 1945 rückt die Rote Armee näher.

Auschwitz wird evakuiert.

Hössler zwingt tausende Häftlinge auf Todesmärsche Richtung Westen.

Wer zusammenbricht, wird erschossen.

Der Schnee färbt sich rot vom Blut der Erschöpften.

Doch selbst jetzt hört Hössler nicht auf.

Er wird nach Mittelbau-Dora und später nach Bergen-Belsen versetzt — und nimmt seine Brutalität einfach mit.

DIE LETZTEN TAGE DER HÖLLE

In Bergen-Belsen herrschen Hunger, Typhus und völliges Chaos.

Zehntausende Menschen sterben langsam zwischen überfüllten Baracken.

Doch statt das Leiden zu lindern, wird Hössler noch brutaler.

Zeugen berichten, dass er selbst in den letzten Tagen vor der Befreiung noch Gefangene erschießen ließ.

Je näher die britischen Truppen kamen, desto sadistischer wurde sein Verhalten.

DIE FEIGE FLUCHT IN HÄFTLINGSKLEIDUNG

  1. April 1945.

Britische Truppen erreichen Bergen-Belsen.

Franz Hössler versucht zu fliehen.

Nicht in Uniform.

Sondern verkleidet als Häftling.

Er trägt gestohlene Lagerkleidung und mischt sich unter die Überlebenden.

Doch er begeht einen fatalen Fehler:

Unter den Lumpen trägt er noch immer seine SS-Uniform.

Britische Soldaten entdecken ihn sofort.

Der Mann, der jahrelang über Leben und Tod entschieden hatte, wird aus der Menge gezerrt und verhaftet.

DIE SS MUSS IHRE EIGENEN OPFER BEGRABEN

Nach der Befreiung zwingen die Briten das SS-Personal, die Leichen der Opfer selbst zu beseitigen.

Wochenschauaufnahmen zeigen ehemalige SS-Männer, die mit bloßen Händen tote Körper schleppen.

Bulldozer schieben tausende Leichen in Massengräber.

Auch Hössler steht mitten zwischen den Toten.

Die Arroganz der „Herrenmenschen“ ist verschwunden.

Geblieben ist nur nackte Angst.

DER PROZESS, DER DIE WELT SCHOCKIERTE

Im September 1945 beginnt der Bergen-Belsen-Prozess in Lüneburg.

45 Angeklagte sitzen vor einem britischen Militärtribunal.

Die Vorwürfe:

  • Kriegsverbrechen
  • Verbrechen gegen die Menschlichkeit
  • Mord
  • Misshandlung
  • Organisation der Vernichtung

Zeuge um Zeuge tritt gegen Hössler auf.

Überlebende beschreiben seine Rolle in Auschwitz und Bergen-Belsen bis ins Detail.

„ICH HABE NUR BEFEHLE BEFOLGT“

Wie viele andere Nazis versucht auch Hössler dieselbe Verteidigung:

Er habe nur Befehle ausgeführt.

Doch das Gericht glaubt ihm nicht.

Die Beweise sind überwältigend.

Seine direkte Beteiligung an Selektionen, Erschießungen und Todesmärschen beweist:

Er war kein kleines Rädchen.

Er war ein aktiver Architekt des Horrors.

DAS ENDE AM GALGEN

  1. Dezember 1945.

Gefängnis Hameln.

Der britische Henker Albert Pierrepoint wartet bereits.

Keine Kameras.

Keine Zuschauer.

Keine letzte Rede.

Franz Hössler tritt auf die Falltür.

Der Strick liegt exakt vorbereitet um seinen Hals.

Dann öffnet sich die Klappe.

Ein harter Schlag.

Stille.

Der Mann, der tausende Menschen in den Tod geschickt hatte, endet selbst am Galgen.

DER MANN, DER BEWIES, DASS DAS BÖSE OFT GANZ GEWÖHNLICH AUSSIEHT

Franz Hössler war kein berühmter Redner wie Goebbels.

Kein mächtiger Reichsführer wie Himmler.

Kein Architekt wie Eichmann.

Er war etwas vielleicht noch Gefährlicheres:

Ein gewöhnlicher Mann, der sich entschied zu gehorchen.

Ein SS-Mann, der das Töten perfektionierte.

Ein sadistischer Bürokrat des Todes.